Manchmal ist Mut leise. Ein Gedanke. Eine Frage. Ein Gespräch mit offenem Herzen.
Beim Kaffeegespräch mit unserer Schirmherrin Elke Büdenbender im Schloss Bellevue wurde genau das spürbar und es entstand noch ein weiterer, sehr konkreter Gedanke:
Was passiert eigentlich, wenn wir Menschen an einen Tisch holen, die alle Veränderung vorantreiben wollen?
Wenn viele Veränderung wollen, dann entsteht Veränderung
An einem Tisch saßen sehr unterschiedliche Perspektiven, aber ein gemeinsamer Nenner: Wir wollen etwas bewegen. Und genau darin liegt eine Kraft, die man nicht „verordnen“ kann: Wenn viele sich für Veränderung einsetzen, ist Stillstand irgendwann gar nicht mehr die naheliegende Option.
Es entsteht ein anderes Mindset: weniger „Geht das überhaupt?“ und mehr „Wie können wir es möglich machen?“
Mut wächst, wenn Menschen sich verbinden
Mut ist trainierbar. Und ein besonders wirksames Trainingsfeld ist Gemeinschaft:
- Wenn Schüler:innen erleben, dass ihre Stimme zählt.
- Wenn Schulleitungen sehen, dass andere dieselben Fragen stellen und trotzdem handeln.
- Wenn Alumnae:i ihre Erfahrungen teilen und sichtbar machen, dass Wege weitergehen.
- Wenn Fellows spüren, dass sie Teil von etwas Größerem sind.
Genau dann verschiebt sich etwas: Aus individuellen Impulsen wird gemeinsame Handlungskraft.
Collective Leadership: die Kraft für Veränderung
Unsere Fellows und Alumnae:i arbeiten heute in Schulen, Unternehmen, Start-ups, Verwaltungen und der Politik. Jedes Jahr kommen neue Changemaker:innen dazu. Keine zwei Wege sind gleich, aber wir lernen miteinander und voneinander.
So entsteht eine echte Kraft für Veränderung: Collective Leadership.
Nicht, weil alle dasselbe tun, sondern weil viele an unterschiedlichen Stellen Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig stärken.
Maja Lasic (MdA Berlin, Teach First Fellow 2009–2011) hat das in Worte gefasst:
„Mut ist kein Zustand, sondern ein Muskel. Wir trainieren ihn, indem wir Verantwortung übernehmen – für uns, für andere, für das System. Genau so verändert sich Gesellschaft.“
Maja Lasic
Veränderung beginnt nicht mit Ansagen
Sie beginnt mit Haltung. Mit der Bereitschaft, Neues zu wagen und gemeinsam Systeme zu bewegen. Diese Haltung ist ansteckend und sie wird besonders wirksam, wenn man sie teilt.
Danke an Elke Büdenbender und alle Teilnehmenden für dieses inspirierende Gespräch und an alle, die Mut in Bewegung bringen.
Du hast auch eine Geschichte von Mut, Verantwortung oder Veränderung – aus Schule, Fellowship oder deinem weiteren Weg?
Dann schreib gern an Astrid Große-Korolczuk: astrid.grosse-korolczuk@teachfirst.de
Wir möchten solche Momente sichtbarer machen.