Teach First Deutschland in Berlin
Seit 2009 sind wir in Berlin aktiv. Für das Schuljahr 2026/27 bündeln wir über 15 Jahre Erfahrung und entwickeln unser Leadership-Programm weiter: Unsere Fellows in Berlin werden Unterrichtsverantwortung als Lehrer:in übernehmen!
Die Fächerauswahl richten wir nach den Bedarfen unserer Einsatzschulen und den Expertisen, die unsere Fellows mitbringen, um für alle Schülerinnen und Schüler die bestmöglichen Erfolge realisieren zu können.
Die Fellows werden beim Land mit 75%igem Deputat angestellt, um auch Zeit für unsere Begleitformate sowie den Austausch untereinander zu haben.
Fellow werden?
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Transformational Teaching
Wir führen fort, was in den letzten 15 Jahren Wirkung entfaltet hat: Durch praxisnahe Trainings, innovative Methoden und eine enge Begleitung qualifizieren wir Fellows gezielt für die Arbeit an Schulen in herausfordernden Lagen.
Fellows sind Lernbegleiter:innen, die Beziehungen aufbauen, wirkungsvollen Unterricht gestalten und Schüler:innen auf ihrem individuellen Lernweg unterstützen.
Der Impact bei Schüler:innen: gestärkte Selbstwirksamkeit, neue Perspektiven, bestmögliche Bildungsabschlüsse.
Unser Werteversprechen
In all unseren globalen Partnerorganisationen unterrichten Fellows. Nur in Deutschland war das bisher nicht möglich. In Berlin starten wir nun damit, Fellows als Lehrer:innen einzusetzen, und versprechen uns viel davon:
Für Schülerinnen und Schüler
Mehr Chancen durch starke Vertrauenspersonen und Vorbilder
- Ausreichende Basiskompetenzen (z.B. Deutsch, Mathematik, Problemlösefähigkeit)
- Ein Growth Mindset und Zutrauen in sich selbst
- Erfahren Selbstwirksamkeit
- Erreichen erfolgreich einen passenden Übergang (Sek I, Sek II oder Ausbildung) und den bestmöglichen Schulabschluss
- Bessere Medienkompetenz und digitale Fähigkeiten
- Ziele für die Zukunft entwickeln
Für Fellows
Persönliche und berufliche Entwicklung & gesellschaftlicher Impact
- Ein zweijähriger Schuleinsatz mit voller Unterrichtsverantwortung als einzigartige und herausfordernde Leadership-, Lern- und Wirkerfahrung
- Fundiertes Training und individuelle Begleitung
- Direkte gesellschaftliche Wirkung: Die eigenen Talente einsetzen für etwas, was wirklich wichtig ist
- Zugang zu einem Netzwerk ambitionierter Idealisten & langfristige Karriereperspektiven
- Selbstbestimmtes Gestalten des Lebenswegs
Für Schulen
Verstärkung und neue Impulse
- Motivierte, gut ausgebildete Fellows als Lehrkräfte
- Gezielte individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern
- Exzellenter Unterricht
- Frische Perspektiven von außen
- Neue Impulse für die Schulgemeinschaft
Für das Land Berlin
Entlastung und Talentgewinnung
- Außergewöhnliche (Nachwuchs-) Kräfte, die sich bewusst für die Arbeit an Schule in herausfordernder Lage entscheiden
- Stärkung von Schulen in herausfordernder Lage durch zusätzliche Fachkräfte für Unterricht und Ganztag
- Zugang zu einem Pool sorgfältig ausgewählter Lehrkräfte mit praktischer Unterrichtserfahrung als potenzielle Seiten-/Quereinsteigerinnen und -einsteiger
- Langfristige Stärkung des Bildungssystems und Reduktion von Bildungsungerechtigkeit durch engagierte Alumni, die im Bildungssystem in Führungsverantwortung gehen
Fragen und Antworten rund um den Felloweinsatz in Berlin
Was bedeutet „Fellow mit Unterrichtsverantwortung“ konkret im Schulalltag?
Was bedeutet „Fellow mit Unterrichtsverantwortung“ konkret im Schulalltag?
Fellows sind in Berlin als Lehrer:in tätig und übernehmen eigenständig Unterricht. Sie planen, gestalten und reflektieren Lernprozesse und sind Teil des pädagogischen Kollegiums der Schule.
Einsatz und Rolle im Schulalltag
Der Einsatz orientiert sich an den Studienfächern der Fellows, ihren pädagogischen Vorerfahrungen sowie an individuellen Stärken und Interessen. In Abstimmung mit der Schulleitung übernehmen sie Fachunterricht und werden dort eingesetzt, wo sie wirksam arbeiten können. Die genaue Ausgestaltung kann sich von Schule zu Schule unterscheiden.
Kontinuität und Beziehung
Ziel des Fellow-Einsatzes ist Kontinuität im Unterricht und der Aufbau verlässlicher Beziehungen zu Schülerinnen und Schülern. Wo immer möglich, unterrichten Fellows deshalb schwerpunktmäßig in ein oder zwei Klassen. Ein Einsatz ausschließlich als kurzfristige Vertretungslehrkraft ohne feste Anbindung ist nicht vorgesehen.
Unterrichtsumfang
Fellows unterrichten mit einem bewusst reduzierten Stundenumfang. Dieser ist Voraussetzung für eine sorgfältige Unterrichtsvorbereitung sowie für Qualifizierung und Begleitung im Rahmen des Fellow-Programms. Der Umfang orientiert sich an dem, was auch für Lehrkräfte im Quereinstieg üblich ist.
Unterrichtsverantwortung bedeutet dabei nicht, allein gelassen zu werden. Fellows arbeiten eng mit Fachkolleginnen und -kollegen, mit einer benannten Mentorin oder einem Mentor sowie mit der Schulleitung zusammen. Austausch, Rückmeldung und gemeinsame Weiterentwicklung sind ausdrücklich Teil des Einsatzes.
Wie arbeiten Schule, Fellow und Teach First Deutschland zusammen?
Wie arbeiten Schule, Fellow und Teach First Deutschland zusammen?
Der Fellow-Einsatz in Berlin lebt von einer engen und klaren Zusammenarbeit zwischen drei Partnern: der Schule, den Fellows und Teach First Deutschland. Alle drei verfolgen ein gemeinsames Ziel: einen wirksamen, verlässlichen Einsatz im Schulalltag – insbesondere an Schulen in herausfordernder Lage.
Entsprechend der Bildungsziele der Senatsverwaltung stehen dabei besonders die sprachlichen und mathematischen Kompetenzen und die Erreichung der bundesweiten Mindeststandards im Fokus.
Rollen und Zuständigkeiten
Die Fellows sind beim Land Berlin angestellt und arbeiten im schulischen Alltag unter der Verantwortung der Schulleitung. Die Schule ist zentrale Anlaufstelle für den Unterrichtseinsatz, für organisatorische Fragen und für die Einbindung der Fellows als Lehrer:innen in das Kollegium. Fellows werden nicht zusätzlich „nebenher“ eingesetzt, sondern als planbarer Teil der Unterrichtsversorgung.
Teach First Deutschland begleitet den Einsatz der Fellows ergänzend zum schulischen Alltag. Im Mittelpunkt stehen Qualifizierung, Coaching und pädagogische Reflexion, die die Fellows in ihrer professionellen Entwicklung unterstützen, insbesondere auch im Umgang mit herausfordernden Situationen.
Entscheidungen zu Unterricht, Einsatzplanung und schulischen Abläufen verbleiben dabei bewusst bei der Schule.
Kooperationsvereinbarung
Um ein gemeinsames Verständnis der Zusammenarbeit zu sichern, schließen Schule, Fellow und Teach First Deutschland nach dem Matching eine Kooperationsvereinbarung. Sie hält die zentralen Eckpunkte des Einsatzes fest, klärt Rollen und Zuständigkeiten und schafft Verlässlichkeit für alle Beteiligten.
Schulisches Mentoring
Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist das schulische Mentoring. Jede Einsatzschule benennt eine erfahrene Lehrkraft, die den Fellow im Schulalltag begleitet. Die Begleitung durch Teach First Deutschland ergänzt dieses Mentoring, ersetzt es aber nicht.
An welchen Schulformen können Fellows eingesetzt werden?
An welchen Schulformen können Fellows eingesetzt werden?
Fellows können in Berlin an Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Integrierten Sekundarschulen eingesetzt werden. In Einzelfällen auch an Gymnasien, dort in der Sekundarstufe I, und unter Umständen auch an Förderschulen.
Unabhängig von der Schulform gilt: Fellows werden dort eingesetzt, wo sie mit ihrer fachlichen und pädagogischen Qualifikation wirksam arbeiten können. Die konkrete Ausgestaltung des Einsatzes wird im Rahmen des Matchings gemeinsam mit der Schule abgestimmt.
Der Fellow-Einsatz richtet sich an Schulen, die unter herausfordernden sozialen Rahmenbedingungen arbeiten und für Chancengleichheit eine besondere Bedeutung haben.
Voraussetzung für den Einsatz eines Fellows ist, dass an der Schule eine freie Stelle für eine Lehrkraft mit 75% Stellenumfang zur Verfügung hat.
Welche Kriterien gelten für die Schulen?
Die Schulauswahl ist entscheidend für die Programmwirksamkeit. Um Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen, setzen wir Fellows ausschließlich an Schulen mit hoher Belastungsstufe ein. Grundlage hierfür ist die Berliner Schultypisierung. Wir arbeiten mit Schulen ab
STYPS-Stufe 5, in Ausnahmefällen ab Stufe 4.
Zudem ist wichtig, dass sie die Schule ganz bewusst für den Einsatz von Fellows als Lehrer:innen entscheidet. Deswegen kommt der Einsatz nur an Schulen in Frage, die sich mit den Einsatzbedingungen auseinandergesetzt haben, und diesen aktiv zustimmen.
Wie viel Unterricht übernehmen Fellows – und warum gerade so viel?
Wie viel Unterricht übernehmen Fellows – und warum gerade so viel?
Fellows in Berlin werden beim Land Berlin angestellt, mit einem Anteil von 75% einer Vollzeitstelle. Dieser Umfang ist festgelegt und bildet die Grundlage für die schulische Einsatzplanung.
Die Stellen von Lehrkräften werden nach wöchentlichen Deputatsstunden bemessen, damit sind Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten gemeint. Je nach Schulform unterschieden sich die Deputate. Ausgehend vom Anstellungsumfang ergeben sich folgende Unterrichtsverpflichtungen:
- Grundschule: 21 Unterrichtseinheiten
- Sekundarstufe I: 19,5 Unterrichtseinheiten
Die Schulen nutzen sehr unterschiedliche Längen der Stunden in den Stundenplänen. Das Deputat wird dann entsprechend umgerechnet.
Gründe für die Reduzierung auf 75%
Der reduzierte Unterrichtsumfang stellt sicher, dass Fellows ihren Unterricht professionell vorbereiten und an verpflichtenden Qualifizierungs- und Begleitformaten von Teach First Deutschland teilnehmen können. Diese Formate finden parallel zum Schuleinsatz statt und sind Bestandteil des Leadershipprogramms.
Der Umfang ist bewusst so gewählt, dass Fellows als Lehrkräfte mit eigenständiger Verantwortung im Schulalltag verankert sind und zugleich die Teilnahme an der begleitenden Qualifizierung ermöglicht wird. Für Schulen entsteht dadurch eine verlässliche Einsatzgröße, die langfristige Planung und stabile Unterrichtsbeziehungen unterstützt.
Fellows entscheiden sich bewusst für das Leadershipprogramm von Teach First Deutschland und dafür, über ihre schulischen Verpflichtungen hinaus Zeit und Energie für dieses einzubringen.
Wie werden Fellows ausgewählt, qualifiziert und begleitet – und was bedeutet das für Schulen?
Wie werden Fellows ausgewählt, qualifiziert und begleitet – und was bedeutet das für Schulen?
Auswahl der Fellows
Fellows durchlaufen vor ihrem Einsatz ein mehrstufiges Auswahlverfahren von Teach First Deutschland. Dieses geht über formale Kriterien hinaus und legt besonderen Wert auf Motivation, Verantwortungsbereitschaft, Reflexionsfähigkeit und Belastbarkeit. Nur Bewerberinnen und Bewerber, die dieses Verfahren erfolgreich durchlaufen, werden als Fellows angenommen.
Für Schulen bedeutet das: Sie arbeiten mit sorgfältig ausgewählten Lehrkräften, die sich bewusst für den Einsatz an Schulen in herausfordernder Lage entschieden haben und auf diese Rolle vorbereitet sind.
Qualifizierung und Begleitung
Die Fellows werden vor und während ihres Einsatzes von Teach First Deutschland kontinuierlich qualifiziert und begleitet.
Gleich nach Zusage zum Fellowship erhalten die Fellows Zugang zu unserem Online-Education-Hub, der verpflichtende und freiwillige Elemente zur Vorbereitung enthält.
Vor Beginn des Einsatzes, ab Mitte Juli, nehmen die Fellows an einer vierwöchigen Akademie teil, die intensiv auf den Einsatz an den Schulen vorbereitet.
Die Qualifizierung ergänzt die schulische Einarbeitung und das Mentoring, ersetzt diese aber nicht. Für Schulleitungen entsteht so ein zusätzlicher Qualitäts- und Entlastungseffekt, da die Fellows bereits gut vorbereitet starten.
Im Einsatz werden die Fellows dann kontinuierlich von unseren Trainer:innen begleitet, durch Hospitationen, Feedbackgespräche, Schulungen gemeinsam mit den anderen Fellows.
Welchen Weg gehen Fellows und Schulen bis zum Einsatzbeginn?
Welchen Weg gehen Fellows und Schulen bis zum Einsatzbeginn?
Der Einsatz von Fellows an Berliner Schulen erfolgt über ein strukturiertes Matching-Verfahren, das mit den Einstellungsprozessen des Landes abgestimmt ist. Ziel ist eine gute Passung zwischen Schule und Fellow – fachlich, pädagogisch und mit Blick auf die Rahmenbedingungen vor Ort.
Wir stellen diesen Prozess hier für beide Seiten dar.
Schritte bis zum Kennenlerngespräch
Der Weg von deiner Bewerbung bis zum Kennenlernen mit einer Schule besteht aus mehreren Schritten. Einige davon liegen bei Teach First Deutschland, andere bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF).
1. Bewerbung bei Teach First Deutschland
Du bewirbst dich zunächst bei Teach First Deutschland. In diesem Schritt geht es darum, dich, deine Motivation und deine Rahmenbedingungen kennenzulernen.
2. Auswahl und Zusage durch Teach First Deutschland
Nach dem Auswahlprozess erhältst du von uns eine Zu- oder Absage. Bei einer Zusage kann deine Journey als Fellow beginnen – die formale Einstellung erfolgt jedoch erst später.
3. Informationen zum weiteren Vorgehen
Nach deiner Zusage informieren wir dich über die nächsten Schritte. Mit Blick auf den Einstellungsprozess gehört dazu auch, dass du dich zusätzlich bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) bewerben musst, um Teil des formalen Verfahrens zu werden. Von uns erhältst du dazu ein Empfehlungsschreiben.
4. Bewerbung bei der SenBJF
Sobald die Stellenausschreibung für die Fellows veröffentlicht ist, informieren wir dich darüber. Derzeit befindet sich diese noch in der Abstimmung. Die Bewerbung ist nur mit unserem Empfehlungsschreiben möglich. Alle formalen Voraussetzungen für die Stellenausschreibung erfüllst du.
Mit deiner Bewerbung bei der SenBJF bist du Teil des offiziellen Verfahrens. Dieser Schritt ist Voraussetzung dafür, später an einer Berliner Schule eingesetzt zu werden.
5. Vorbereitung des Kennenlernens mit Schulen
Parallel dazu unterstützen wir dich dabei, eine passende Schule kennenzulernen. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die Bedarfe der Schulen, regionale Aspekte und deine eigenen Rahmenbedingungen. Da sich Schulen dynamisch bei uns melden und es keine feste „Schulliste“ gibt, ist dies ein agiler Prozess.
Sobald wir eine passende Schule identifiziert haben, erhalten sowohl du als auch die Schule die entsprechenden Informationen. Anschließend verabredet ihr euch zu einem möglichst zeitnahen Kennenlerntreffen.
Der Weg von der Anmeldung Ihrer Schule bis zum Kennenlernen mit einem Fellow besteht aus mehreren Schritten. Einige davon liegen bei Teach First Deutschland, andere bei der SenBJF. Nicht alle Schritte stellen bereits formale Entscheidungen dar – einige dienen zunächst der gegenseitigen Orientierung und Vorbereitung.
1. Anmeldung Ihrer Schule bei Teach First Deutschland
Ihre Schule meldet sich bei Teach First Deutschland, um Interesse an einer Zusammenarbeit im Programm zu bekunden. Sie haben hier die Möglichkeit uns mitzuteilen, welche Bedarfe Sie haben und was Sie von den Fellows sowohl fachlich als auch persönlich erwarten.
2. Gespräch zu Einsatz- und Rahmenbedingungen
In einem weiteren Schritt führen wir ein Gespräch zu den Einsatzmöglichkeiten an Ihrer Schule. Dabei klären wir unter anderem fachliche Bedarfe, schulische Rahmenbedingungen sowie organisatorische Fragen rund um einen möglichen Einsatz eines Fellows.
3. Aufnahme Ihrer Schule ins Programm
Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wird Ihre Schule von Teach First Deutschland ins Programm aufgenommen. Die formale Weiterleitung dieser Information an die Senatsverwaltung erfolgt durch uns.
4. Vorbereitung des Kennenlernens mit Fellows
Parallel dazu bereiten wir mögliche Kennenlernen zwischen Ihrer Schule und Fellows vor. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Bedarfe Ihrer Schule als auch die Rahmenbedingungen der Fellows. Da sich sowohl Schulen als auch Fellows dynamisch im Prozess befinden, handelt es sich um einen fortlaufenden, abgestimmten Prozess.
5. Kennenlerntreffen mit einem Fellow
Sobald ein passender Fellow identifiziert wurde, erhalten sowohl Ihre Schule als auch der Fellow die entsprechenden Informationen. Anschließend vereinbaren Sie ein möglichst zeitnahes Kennenlerntreffen. Dieses Treffen dient der gegenseitigen Orientierung und stellt noch keine formale Entscheidung dar.
Kennenlerngespräch
Bei diesem Gespräch haben Fellows und Schulen die Gelegenheit, sich kennenzulernen, Fragen zu stellen und im Anschluss jeder für sich zu entscheiden, ob sie gerne in kommenden Schuljahr zusammenarbeiten möchten.
Regionaler Auswahltermin
Wenn die Bewerbung der Fellows von der SenBJF anerkannt wurde, und TFD der SenBJF die ins Programm aufgenommenen Schulen mitgeteilt hat, laden die regionalen Schulaufsichten der Schulen zum Auswahltermin.
Bei vorab zur beiderseitigen Zufriedenheit erfolgtem Kennenlerngespräch kann dieser Wunsch in den Termin eingebracht werden.
In welcher Form die Auswahltermine stattfinden entscheiden die Schulaufsichten. Hier findet auch die Beteiligung der Personalvertretungen statt.
Abschließende Schritte
Nach erfolgreichem regionalen Auswahltermin leitet die Schule den Einstellungsprozess ein, über den sogenannten „Laufzettel“. Parallel schließen die Schule und Teach First Deutschland eine Kooperationsvereinbarung zum Einsatz des Fellows, die Fellows stimmen dieser ebenfalls zu. Damit ist sowohl der formale Prozess der Einstellung in den Landesdienst als auch die Zusammenarbeit mit Teach First Deutschland auf den Weg gebracht. Das neue Schuljahr kann kommen!
Wie sind die Fellows angestellt und bezahlt?
Wie sind die Fellows angestellt und bezahlt?
Fellows in Berlin werden beim Land Berlin angestellt. Sie sind damit reguläre Beschäftigte des Landes und in die bestehenden schulischen und dienstrechtlichen Strukturen eingebunden. Arbeitgeber ist das Land Berlin, nicht Teach First Deutschland.
Dabei kommt ein zweistufiger Prozess zum Einsatz: Zuerst wählt Teach First Deutschland im Rahmen seines Auswahlverfahrens geeignete Personen aus, anschließend bewerben sich diese dann formal beim Land Berlin. Details im Abschnitt „Weg zum Einsatzbeginn“.
Formale Anstellung
Die Anstellung erfolgt auf Grundlage einer Stellenausschreibung für Seiteneinsteigende, die derzeit noch im Detail erarbeitet wird. Teach First Deutschland stellt sicher, dass alle Fellows die formalen Voraussetzungen für diese Ausschreibung erfüllen, dies wird dann vom Land geprüft. Die Ausschreibung bildet den formalen Rahmen für die Einstellung der Fellows und wird rechtzeitig vor Beginn des Einstellungen veröffentlicht.
Die Anstellung erfolgt mit einem Stellenumfang von 75%, das bedeutet für Lehrkräfte an Grundschulen ein Deputat von 21 Unterrichtseinheiten (UE, à jeweils 45 Minuten), an allen anderen Schulen 19,5 UE.
Entsprechend wird dann auch das Gehalt auf 75% des Vollzeitgehaltes reduziert.
Einstellungsbeginn ist zum neuen Schuljahr. Die Anstellung erfolgt befristet für zwei Jahre.
Eingruppierung und Vergütung
Die Eingruppierung und Vergütung richten sich nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) und erfolgen abhängig von Abschluss und anrechenbaren Studienfächern. Zur Orientierung gilt:
- E12: Masterabschluss mit anrechenbarem Fach
- E11: Masterabschluss ohne anrechenbares Fach
- E11: Bachelorabschluss mit anrechenbarem Fach
- E10: Bachelorabschluss ohne anrechenbares Fach
Der TV-L wurde neu verhandelt. Eine Berechnung der Gehälter nach aktuellem Tarifvertrag kann hier gemacht werden, dies berücksichtigt aber noch nicht die vereinbarten Erhöhungen. Bitte beachten: Entsprechend der Ausschreibung und des Deputats wird ein Stellenumfang von 75% vorliegen.
Zu Beginn werden die meisten Fellows nach Erfahrungsstufe 1 bezahlt, im zweiten Einsatzjahr dann in Stufe 2. Ausnahmen wären nur bei entsprechender anrechenbarer Vortätigkeit möglich.
Leadershipstipendium
Parallel zur Anstellung nehmen die Fellows am Leadership-Programm von Teach First Deutschland teil. Dazu schließen die Fellows mit Teach First Deutschland einen (unbezahlten) Stipendiumsvertrag. Dieser beginnt nach Unterzeichnung, die nach der Zusage zur Aufnahme in das Fellowprogramm möglich ist, und endet am 30.6.2028. Er regelt Qualifizierung, Begleitung und Vernetzung, berührt jedoch keine dienstrechtlichen Fragen.
Teil des Leadershipvertrages ist, dass wir von den Fellows Arbeitseinsatz im Umfang einer Vollzeitstelle erwarten, auch wenn formal nur 75% bezahlt werden. Nur so ist es möglich, die schulischen Aufgaben mit dem Leadershipprogramm erfolgreich zu verbinden.
Gibt es eine gesicherte Anschlussmöglichkeit für die Fellows nach dem Einsatz?
Gibt es eine gesicherte Anschlussmöglichkeit für die Fellows nach dem Einsatz?
Nein, die gibt es nicht. Bei Interesse stehen nach dem Einsatz die unterschiedlichsten Wege offen, um weiter an Berliner Schulen arbeiten zu können. Diese sind abhängig von Studienabschluss und -inhalten.
In der Vergangenheit konnten wir Fellows Verkürzungen beim Quereinstieg möglich machen, sofern diese einen Masterabschluss mit für ein Unterrichtsfach ableitbaren Studieninhalten hatten.
Wie dies im neuen Einsatzprofil mit Unterrichtsverantwortung aussehen wird, wissen wir noch nicht.
Bisher ist es sehr vielen Fellows möglich gewesen, weiter an Schulen tätig sein zu können, wenn sie diese wollten. Allerdings, das sei nicht verschwiegen, war der Weg meist deutlich steiniger, als wir uns dies wünschen würden.
Welche Voraussetzungen müssen Fellows mit Blick auf die Studienfächer mitbringen?
Welche Voraussetzungen müssen Fellows mit Blick auf die Studienfächer mitbringen?
Kurze Antwort: Keine. Im Prinzip ist das Studienfach egal.
Lange Antwort: Ein oder mehrere Studienfächer, die eine gewisse Unterrichtsnähe haben, helfen sehr dabei, dass Schule und Fellow zueinanderfinden werden. Zumindest aber ist es wichtig, dass Fellows eine Vorstellung davon haben, welche Fächer sie unterrichten können und wollen. Wer zwar nicht Mathe studiert hat, aber es als Leistungskurs hatte und Spaß daran, ist an einer Schule die Bedarf an Matheunterricht hat im Vorteil vor jemanden, der mit Mathe nichts zu tun haben will.
Auch wenn es immer auf die einzelne Schule ankommt, so lässt sich doch sagen, dass MINT-nahe Fächer eher gefragt sind als geistes- oder sozialwissenschaftliche. Auch Musik und Sport sind gefragt, zudem Deutsch und Englisch.
Das Studienfach ist also kein hartes Kriterium, aber dennoch eines, das darüber entscheiden kann ob der Einsatz an der gewünschten Schule möglich ist.
In welchen Berliner Bezirken werden die Fellows voraussichtlich arbeiten?
In welchen Berliner Bezirken werden die Fellows voraussichtlich arbeiten?
Da die Schulen für den Einsatz von Fellows über freie Lehrkräfteplätze verfügen müssen, und diese freien Stellen ungleichmäßig auf die Bezirke verteilt sind, lässt sich jetzt schon sagen, dass die meisten Schulen vermutlich in folgenden Bezirken liegen werden:
- Marzahn-Hellersdorf
- Lichtenberg
- Treptow-Köpenick
Zudem rechnen wir mit einzelnen Schulen in
- Reinickendorf
- Spandau
- Neukölln
Einsätze in anderen Berliner Bezirken sind nicht ausgeschlossen, ob es sie geben wird können wir noch nicht sagen.
„Wir sind von unserer Fellow so begeistert, dass wir uns ihr Ausscheiden im Sommer noch gar nicht vorstellen können und wollen.“
Guido Landreh, Schulleiter, Berlin
Kontakt für alle Fragen rund um unsere Arbeit in Berlin:
Oliver
Keinath
Manager Public Affairs