8. Juli 2026

Warum wir finden, dass Schule der beste Ort ist, um Changemaker:in zu werden

Der erste richtige Job fühlt sich für viele an wie ein Testlauf ohne Proberunde.

Wir alle kennen das: Wir möchten gut sein, schnell werden, souverän wirken. Feedback aushalten. Konflikte klären. Mit Unsicherheit umgehen. Und das am besten ab Tag eins. In Bewerbungsgesprächen werden diese Fähigkeiten dann oft als „Soft Skills“ abgehakt – als wären sie das nette Extra neben den eigentlichen Kompetenzen.

Dabei sind sie das Gegenteil von Beiwerk. Genau diese Fähigkeiten entscheiden darüber, ob ich in herausfordernden, stressigen Situationen noch führen kann – wenn niemand die perfekte Anleitung verteilt.

 

Was die Forschung sagt:

Wir freuen uns sehr, dass genau diese Fähigkeiten gerade immer stärker in den Mittelpunkt rücken. Im Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum gehören analytisches Denken, Resilienz, Flexibilität und Agilität sowie Leadership und soziale Einflussnahme zu den wichtigsten Kernkompetenzen der nächsten Jahre.

Und es geht nicht nur um Handlungsfähigkeit. Es geht um Sinn. Laut einer Studie der ManpowerGroup sagen fast 9 von 10 Gen-Z-Arbeitnehmenden, dass eine sinnstiftende Aufgabe entscheidend für ihre Zufriedenheit und ihr Wohlbefinden ist. Der Deloitte Gen Z & Millennial Survey bestätigt: Sinn, Entwicklung und Lernen sind keine Nice-to-haves – sie sind zentrale Erwartungen an Arbeit, gerade bei jungen Menschen, die ihren Einstieg bewusst gestalten wollen.

Was unsere Alumnae:i uns sagen

Der Großteil unserer Fellows startet mit dem Leadership-Programm von Teach First Deutschland in ihr Berufsleben. Und was wir immer wieder hören – von Alumnae:i, deren zwei Jahre an der Schule schon eine Weile zurückliegen: Diese erste Arbeitserfahrung hat sie geprägt wie keine andere.

Hier sind sie zu Changemaker:innen geworden. Menschen, die wirklich erfahren haben, wie Veränderung in Gang gebracht wird, wie man andere überzeugt, wie Herausforderungen nicht Hindernisse, sondern Aufgaben sind. Und sie haben dabei nicht nur den Glauben gewonnen, dass vermeintlich Unmögliches möglich ist – sondern den Beweis.

Das Leadership-Programm ist dabei kein sanfter Einstieg: Einfach so vor einer Klasse zu stehen, ohne vorher je unterrichtet zu haben. Sich den Herausforderungen einer Schule in schwierigem Umfeld zu stellen. Darauf zu vertrauen, dass es gut werden kann und die Lösung unterwegs zu entwickeln. Das braucht Mut. Die echte Lust, sich außerhalb der eigenen Komfortzone zu bewegen.

Und was wir jedes Jahr erleben: Mut ist wie ein Muskel. Er lässt sich trainieren. Und wo geht das besser als im ersten Job?

Was wir meinen, wenn wir über Soft Skills sprechen

Deshalb meinen wir bei Teach First Deutschland etwas sehr Konkretes, wenn wir von Soft Skills sprechen.

Wir meinen die Fähigkeit, in einer schwierigen Situation ruhig zu bleiben und trotzdem klar zu sein. Einen Jugendlichen nicht auf sein letztes Scheitern festzuschreiben, sondern einen nächsten Schritt möglich zu machen. Das Gespräch mit einer Schulleitung, die unter Druck steht. Die Zusammenarbeit im Kollegium, in dem man sich erst seinen Platz suchen muss. Das Dranbleiben, wenn etwas nicht funktioniert und gleichzeitig die Disziplin, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, bevor es kippt.

Das ist keine abstrakte Kompetenz. Das ist Führung unter echten Bedingungen.

Verantwortung lernen, ohne allein zu sein

Damit diese Entwicklung nicht vom individuellen Durchhaltevermögen abhängt, ist unser Programm bewusst so aufgebaut, dass Praxis und Reflexion eng verbunden sind. Fellows übernehmen echte Verantwortung in der Schule und lernen dabei begleitet: über eine digitale Lernplattform mit rund 40 Stunden Vorbereitung, über die Sommerakademie, über Workshops und digitale Werkstätten im Laufe des Einsatzes und durch eine kontinuierliche persönliche Begleitung.

Programm-Manager:innen sind dabei Trainer:innen, Coaches und Sparring-Partner:innen in einem. Sie begleiten Fellows durch die zentralen Themen des Schuleinsatzes, stehen Schulleitungen als Ansprechpartner:innen zur Verfügung und helfen dabei, aus Erfahrungen konkrete Lernschritte zu machen.

Das ist der Mehrwert, den viele beim Berufseinstieg suchen: ein Umfeld, das hohe Verantwortung ernst nimmt und gleichzeitig Entwicklung ermöglicht. Nicht einfach „durchhalten“,  sondern in der Rolle wachsen.

Viele unserer Alumnae:i sind heute in Stiftungen, NGOs, Politik und Wirtschaft aktiv und setzen sich für Bildungsgerechtigkeit ein. Den Grundstein für dieses Wirken hat oft das Fellowship gelegt.

Mehr Geschichten findest du hier: 

Unser Angebot an Berufseinsteiger:innen

Wer heute Angst vor dem Berufseinstieg hat, hat oft keine Angst vor Leistung, sondern vor Überforderung, vor Orientierungslosigkeit, vor dem Gefühl, allein zu sein.

Was wir anbieten, ist ein Einstieg, der herausfordert und trägt. Der Sinn und Wirkung verbindet. Der Entwicklung ernst nimmt  und Soft Skills genau dort trainiert, wo sie später überall gebraucht werden: in echten Situationen, mit echten Menschen, an einem Ort, der zählt.

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