Teach First Deutschland in Hamburg

Hamburg belegt in bundesweiten Vergleichen regelmäßig einen guten Platz. Allerdings liegen im Stadtstaat hohe Abiturdichten oft nur wenige hundert Meter von Einzugsgebieten entfernt, in denen häufig gar kein Abschluss erreicht wird. In diesen Stadtteilen arbeiten unsere Fellows seit 2009 als Teil eines lebendigen Bildungsnetzwerks aus Stiftungen, Alumnae und Alumni, NGOs und Förderpartnern. Im Zusammenwirken erreichen die Fellows in allen Klassenstufen mehr Chancengerechtigkeit und führen als Wegbereiterinnen und Wegbegleiter für eine gerechte Zukunft im Bildungssektor systemische Veränderungen herbei.
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Unsere Programme in Hamburg

Wir arbeiten mit Schulen zusammen, die in herausfordernden Lagen besonders viel bewegen wollen – und dabei auf zusätzliche Unterstützung durch engagierte Fellows setzen. Die Rahmenbedingungen für den Felloweinsatz sowie detaillierte Infos über alle Programme, die wir in Hamburg anbieten, sind hier zu finden.

Rahmenbedingungen

Das Programm zur Qualifizierung und Begleitung der Fellows – unser Leadership-Programm – wird über Spendeneinnahmen von Teach First Deutschland finanziert. Die Fellowgehälter werden in Hamburg von der jeweiligen Einsatzschule aus dem Schulbudget finanziert.

  • Fellows haben 24,8 Schülerkontakt-Stunden (24,8 WAZ) an Schule.
  • Die WAZ werden über die Richtlinie Kompetenz Plus verkapitalisiert.
  • Fellows werden nach 8 TV-L in Vollzeit zwei Jahre befristet bei der Freien und Hansestadt Hamburg angestellt.

Gelingensbedingungen

  • min. 12 Stunden pro Woche im Unterricht in den Hauptfächern, Naturwissenschaften und Sprachförderung
  • min. ein Projekt/eine AG
  • pro Schuljahr
    1:1-Betreuung oder Lerngruppenbetreuung von Fokusschüler:innen + Betreuung von 2 Fokusklassen
  • Betreuung von 2 Klassen und 20 Fokusschüler:innen
  • Pro Einsatzjahr nehmen die Fellows an einer einwöchigen Fortbildung im 2. Schuljahr teil. Diese findet i.d.R. im 1. Quartal außerhalb der Schulferien statt.

Die Programme im Detail

Programm:Starke Basis! für Grundschulen 3./4. Klasse

Fellows sichern die Basiskompetenzen ihrer Schülergruppen sowie ein Grundverständnis von Demokratie und digitaler Mündigkeit.

Programmziele

  1. Keine Schülerin und kein Schüler verlässt die Grundschule ohne mindestens anschlussfähige Basiskompetenzen.
  2. Für alle Schülerinnen und Schüler gelingt ein angstfreier und harmonischer Übergang an die höchstmögliche weiterführende Schule.
  3. Jede Schülerin und jeder Schüler entwickelt eine starke Persönlichkeit.

Dimensionen

Auf das Wissen und die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler bezogen ist das Ziel die Ausbildungsreife. Dieses Ziel wird in vier Dimensionen verfolgt:

Sprachkompetenz

Basiskompetenzen in den vier Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Hörverständnis und Sprechen

Fachliche Kompetenz

Basiskompetenzen in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern (Sachunterricht)

Berufswahlreife

Grundverständnis von Demokratie, Kinderrechten und digitaler Mündigkeit sowie bewusste Gestaltung von weiterführenden Bildungswegen

Persönlichkeit

Keine Schülerin und kein Schüler verlässt die Grundschule ohne ein positives Fähigkeitsselbstkonzept (»Growth Mindset«).

Programm:Solide Orientierung! für Stadtteilschulen 5./6. Klasse

Fellows ermöglichen Lernzieldifferenten Unterricht und mehr individuelle Lernzeit für ein gelungenes Ankommen in der Sekundarstufe I.

Programmziele

  1. Alle Kinder beseitigen in der Grundschulzeit entstandene Lernrückstände.
  2. Alle Kinder münden nach der 6. Klasse in den für sie bestmöglichen Bildungsgang ein. Sie bahnen auf direktem Weg den jeweiligen Abschluss an.
  3. Alle Kinder entfalten Sozial- und Selbstkompetenzen sowie ein positives Fähigkeitsselbstkonzept (»Growth Mindset«)

Dimensionen

Auf das Wissen und die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler bezogen ist das Ziel die Ausbildungsreife. Dieses Ziel wird in vier Dimensionen verfolgt:

Sprachkompetenz

Kompetenzentwicklung in den vier Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Hörverständnis und Sprechen

Fachliche Kompetenz

Erweiterte Kompetenzen in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern

Berufswahlreife (Vorstufe)

Verständnis von Demokratie, digitaler Mündigkeit sowie bewusste Gestaltung von weiterführenden Bildungswegen

Persönlichkeit

Keine Schülerin und kein Schüler verlässt die 6. Klasse ohne ein positives Fähigkeitsselbstkonzept (»Growth Mindset«) sowie gestärkten Selbst- und Sozialkompetenzen.

Programm:Sicherer Übergang! für Stadtteilschulen 8./9. Und 9./10. Klasse

Fellows ermöglichen einen sicheren Anschluss in eine Ausbildung oder auf die weiterführende Schule.

Programmziele

  1. Keine Schülerin und kein Schülerbricht die Schule vorzeitig ab.
  2. Alle Schülerinnen und Schüler bestehen den für sie bestmöglichen Abschluss.
  3. Für alle Schülerinnen und Schüler gelingt der Übergang in eine Ausbildung oder an die weiterführende Schule.

Dimensionen

Auf das Wissen und die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler bezogen ist das Ziel die Ausbildungsreife. Dieses Ziel wird in vier Dimensionen verfolgt:

Sprachkompetenz

in den vier Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Hörverständnis und Sprechen.

Fachliche Kompetenz

in Prüfungsfächern und Naturwissenschaften sowie digitale Analyse- und Recherchekompetenzen.

Berufswahlreife

als Kenntnis der eigenen Bedürfnisse und berufsbedeutsamen Fähigkeiten sowie selbstständige und aktive Gestaltung von Anschlussoptionen.

Persönlichkeit

Sie haben ihre eigene Haltung gegenüber Digitalen Medien entwickelt und sind befähigt zu gleichberechtigter gesellschaftlicher Teilhabe im digitalen Zeitalter sowie sicher im Umgang mit der Bewertung von Inhalten.

Programm:Echte Teilhabe! für Grund- und Stadtteilschulen

Fellows begleiten schulformübergreifend neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler.

Programmziele

  1. Die Schülerinnen und Schüler erreichen mindestens Sprachkompetenz auf der Niveaustufe B1, um eine gute sprachliche Grundlage für den Regelunterricht und ihr eigenes Leben in Deutschland zu haben.
  2. Die Anschlussfähigkeit in den Kernfächern wird erarbeitet. Zur Stärkung der Motivation und der Selbstkompetenzen wird zudem ein Projekt zur individuellen Förderung der Stärken und Interessen durchgeführt. Dazu wird eine Diagnose der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler erstellt. Beides wird daraufhin gezielt ausgebaut.
  3. Die Schülerinnen und Schüler erkunden und gestalten ihr (neues) Lebensumfeld. Sie knüpfen und festigen soziale Kontakte. Dazu gestalten Fellows die Willkommenskultur der Schule mit, die auf die bisherigen Erfahrungen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler aufbaut. Die Fellows haben durch Gespräche und Coachingmaßnahmen einen Überblick über den sozialen Anschluss außerhalb der Schule.
  4. Die Schülerinnen und Schüler haben eine motivierende Perspektive für ihre schulische und berufliche Zukunft entwickelt.

Dimensionen

Diese Ziele werden in vier Dimensionen verfolgt:

Sprachkompetenz (deutsch)

Die fünf Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Hörverständnis, Sprechen und Sprachmediation beherrschen die Schülerinnen und Schüler mindestens auf Niveaustufe B1.

Fachliche Kompetenz

In den Kernfächern kennen die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte die bestehenden Fachkompetenzen sowie mögliche Lücken zum vorausgesetzten Stand. Sie haben einen jeweils individuellen Plan zur Verbesserung der diagnostizierten Förderbedarfe und verfügen über digitale Analyse- und Recherchekompetenzen, um damit ihre Fähigkeiten zu immer notwendigerem selbstständigem Lernen weiter auszubauen.

Soziale Teilhabe

Die Schülerinnen und Schüler sind aktiver Teil ihres (neuen) Lebensumfelds und an ihrer Schule. Sie übernehmen Mitverantwortung und bringen sich im schulischen und privaten Umfeld ein. So können sie sich als aktiv handelnde und damit gestaltende Elemente ihrer Lebenswelt einbringen und dadurch echte Selbstwirksamkeit erleben.

Zukunft

Die Schülerinnen und Schüler verstehen das deutsche Schul- und Berufsbildungssystem und haben gemäß ihrer Fähigkeiten und Talente einen ersten Plan für ihre Zukunft in Deutschland entwickelt, auch dank digitaler Kompetenzen.

Gelingensbedingungen für das Programm Echte Teilhabe!

  • 1-2 (Willkommens-)Klassen werden für zwei Jahre begleitet
  • Einsatzpriorisierung nach Übergangsprognose für 20 Fokusschüler:innen mit sprachlichem Unterstützungsbedarf
  • min. 12 Stunden Sprachvermittlung und -förderung in Vorbereitungs- und Willkommensklassen oder Regelklassen sowie Fachunterricht für Schülerinnen und Schüler mit sprachlichem Unterstützungsbedarf
  • min. 1 Projekt im Bereich Elternarbeit/ Community Work

Fellow werden?

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Partnerschule werden?

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„Teach First Deutschland Fellows können einen Beitrag dazu leisten, an den Schulen neue Kräfte freizusetzen und mehr Chancengerechtigkeit zu verwirklichen.“

Ties Rabe, ehemaliger Senator für Schule und Berufsbildung, Hamburg

Kontakt für alle Fragen rund um unsere Arbeit mit dem Land Hamburg:

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